GEFALLENE DER STADT SELB
Das Schicksal der Wehrmachtssoldaten
Alfred Schreiber und Emil Göritz

April 1945, vermutlich während der Verlegung ihrer Einheit in Richtung Berlin setzten sich die beiden Wehrmachtsoldaten Alfred Schreiber und Emil Göritz von ihrer Truppe ab und suchten in Selb Unterschlupf, um hier das nahe Ende des 2. Weltkrieges abzuwarten.

Nachdem ein Versteck bei Verwandten Schreibers unsicher geworden war, verbargen sich die Soldaten im Silberbacher Forst. Der Versuch des Silberbacher Volkssturms die beiden Deserteure zu verhaften, endete für Alfred Schreiber tödlich. Bei seiner Flucht über die nahe Eger wurde er vom Volkssturm erschossen. Emil Göritz nahmen die Volkssturmmänner fest und übergaben ihn der Selber Polizei.

Das Standgericht Helm passierte während seiner Flucht vor den nahenden amerikanischen Truppen auch Selb. Ihm übergab man den Deserteur zur Aburteilung. Wie für das weithin berüchtigte Standgericht üblich sprach es über Emil Göritz das Todesurteil aus, welches zunächst am Marktplatz vollstreckt werden sollte. Nachdem hier jedoch die Hinrichtung zweimal misslungen war, schleppten Angehörige des Kommandos Emil Göritz zum Schützengarten, wo der 22jährige Ostpreuße am 15. April 1945 gehängt wurde.

Am 20. April 1945 befreiten die amerikanischen Truppen Selb. Emil Göritz und Alfred Schreiber waren nicht die einzigen Opfer zum Kriegsende in Selb.

Die Geschehnisse im April 1945 werden in einem 98-seitigen Buch (mit zahlreichen Karten und Fotos) ebenso dargestellt wie das "Wirken" des Standgerichts.

1945 - Zehn Tage im April

ISBN 3-927313-33-5

Leider ist das Buch aktuell vergriffen!

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