GEFALLENE DER STADT SELB
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Verdun - Die Geschehnisse, welche den Namen der Stadt zum Synonym für eine der blutigsten Schlachten der Weltgeschichte machten, liegen 93 Jahre zurück.
Verdun Blick über die Stadt
Verdun Stadttor Flagge Turm Verdun Innenstadt Promenade
Der erste Weltkrieg wütete bereits seit August 1914, als am 21. Februar 1916, unter dem Decknamen "Gericht" die Angriffspläne eines Erich von Falkenhayn, mit dem Ziel die französischen Truppen auszubluten, ihren Verlauf nahmen. Ca. 300 000 Soldaten beider Seiten werden bis zur Einstellung der letzten großen französischen Gegenoffensive im Dezember 1916 tot sein. Etwa 60 Selber Soldaten starben an den Frontabschnitten um Verdun. Während einer Reise nach Verdun im Mai 2008 konnten von 15 Selbern die Gräber aufgesucht werden.
Fleury Kraterfeld Bombenkrater Geschoss Bombe Kriegsüberbleibsel
Fleury Überbleibsel der Krieges
Fort Douaumont Bunker
Fort Douaumont

Noch heute ist die Region vielerorts von den Spuren der Schlacht gezeichnet. Nordöstlich Verdun's befindet sich die "Rote Zone", ein Teil des damaligen Hauptkampfgebietes. In einzelnen Bereichen, freigehalten von Baum- und Strauchbewuchs, wandert der Blick über ein Kraterfeld. Auch im Unterholz setzen sich diese Spuren fort, wegen immer noch bestehender Lebensgefahr wird vom Betreten abgeraten. Die Forts Douaumont und Vaux sind auch heute noch eindringliche Zeugen der Materialschlachten, ebenso die zerstörten Ortschaften wie Fleury und Douaumont. Kapellen und Straßen ohne Häuser markieren jetzt den damaligen Ortsbereich.

Das Beinhaus auf dem Thiaumont-Höhenrücken überragt weit sichtbar die Schlachtfelder.

Douaumont Beinhaus Gedenkstätte
Eindrucksvoll zeigt sich das Denkmal auf der Höhe "Toter Mann".
Ein in Fahnentuch gehülltes, aufrecht stehendes Skelett verkündet "Sie kamen nicht durch!" und gibt einen Ausspruch Marschall Petains wieder, dem Verteidiger von Verdun.
Denkmal Toter Mann Skelett Mahnmal Höhe Toter Mann
Während die "Rote Zone" von Grabenkrieg und Artillerieduellen geprägt ist, herrschte bei Vauquois und Les Eparges eher ein in Gebirgsregionen vermuteter "Minenkrieg". Hier trieben Mineure Stollen unter die gegnerischen Stellungen und sprengten diese, riesige Krater legen hiervon Zeugnis ab.
Vauquois Minenkrater
Die Gefallenen fanden, soweit sie überhaupt geborgen werden konnten, ihre letzten Ruhestätten auf großen Kriegsgräberstätten. Der amerikanische Friedhof Romagne-sous-Montfaucon mit seinen 14000 Gräbern beeindruckt durch seine Gestaltung und das unüberblickbare Meer der weißen Marmorkreuze in ihrer strengen Ordnung. Entlang der Hauptstraßen befinden sich die französischen Friedhöfe, unzählige Orte gedenken ihrer Gefallenen mit eigenen Denkmälern.
Friedhof weiße Kreuze Friedhof Kreuzreihe
Die deutschen Friedhöfe liegen abseits der Hauptstraßen, nicht weniger eindrucksvoll, beispielsweise ebenfalls Romagne-sous-Montfaucon, einst der "schönste" Friedhof, durch seinen hohen Baumbestand mit einer Kathedrale verglichen.
Grab Kreuz Reihl Johann
Während die Narben der Landschaft und die stark beschädigten Festungsanlagen die Gewalt der Schlacht dokumentieren, mahnen die zahllosen Gräber mit den Namen der Gefallenen

Nie wieder Krieg

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